Onkologiesymposium NIFA feiert 15-Jahr-Jubiläum

Onkologiesymposium NIFA feiert 15-Jahr-JubiläumMichael Gnant gilt als Programmdirektor und Mitbegründer

Seit 15 Jahren findet einmal jährlich die NIFA (Neue Impulse in Fortbildung und Ausbildung) in Österreich statt. Die Veranstaltung bietet onkologisch tätigen und onkologisch interessierten Ärztinnen und Ärzten neueste wissenschaftliche Erkenntnisse rund um das Mammakarzinom. Zu den Vortragenden zählen nationale und internationale ExpertInnen. Michael Gnant gilt als Mitbegründer und Programmdirektor.

Traditionell wird das Programm gemeinsam mit der Austrian Breast and Colorectal Cancer Study Group (ABCSG) erarbeitet, deren Präsident, Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant, im Rahmen der 15. NIFA ein heikles Thema ansprach. „Aufgabe der klinischen Forschung ist es, Krebserkrankungen zu entschlüsseln, damit wir unseren PatientInnen immer besser helfen können“, sagte er in seinem Vortrag zum Thema „Hat klinisch-onkologische Forschung in Österreich Zukunft?“.

Forschung unter schwierigen Bedingungen

„Die Bedingungen für onkologische Forschung werden schwieriger“, so Gnant. Dies läge zum einen am gestiegenen Arbeitsaufwand für Forscherinnen und Forscher, die sich – neben der wissenschaftlichen Arbeit – mit der Krankenversorgung, der Lehre und der Ausbildung medizinischer Führungskräfte beschäftigen müssten. Zum anderen gibt die öffentliche Hand immer weniger Geld für Grundlagen- und klinische Forschung frei. „Die öffentlichen Ausgaben für klinische Forschung sind in Österreich geringer als in Griechenland“, formulierte Gnant pointiert.

Immerhin, was die Forschung rund um das Thema Mammakarzinom anlangt, steht Österreich sehr gut da. Die ABCSG hat mittlerweile weit über 100 Publikationen, viele davon in Top Journals wie dem British Medical Journal, dem New England Journal of Medicine oder dem Journal of Clinical Oncology veröffentlicht.

Auch im Rahmen der 15. NIFA zeigte sich einmal mehr der Stellenwert, den österreichische Forscherinnen und Forscher in der wissenschaftlichen Arbeit rund um das Mammakarzinom genießen.

Mehr unter www.nifa.at


Beitrag veröffentlicht am 23.11.2016