Rezidivrate bei Brustkrebs verringert

SABCSUniv.-Prof. Dr. Michael Gnant präsentiert neue Studiendaten in den USA

Jedes Jahr pilgern 8.000 OnkologInnen aus aller Welt zum Breast Cancer Symposium nach San Antonio in Texas, dem weltweit führenden wissenschaftlichen Kongress zu Brustkrebs. Viele der vorgestellten Studien wirken sich direkt auf die Behandlung von Patientinnen mit Brustkrebs aus – so auch die vorgestellten Studiendaten von Prof. Dr. Michael Gnant.

In einer weiteren Studienauswertung konnte gezeigt werden, dass adjuvantes Denosumab bei postmenopausalen Patientinnen zusätzlich zur endokrinen Aromatase-Inhibitor-Therapie nicht nur die Knochenbrüche halbiert, sondern auch die Rezidivrate von Brustkrebs verringert. Prof. Gnant erwartet aufgrund des Ergebnisses eine baldige Änderung in der klinischen Praxis, da Denosumab bei ähnlicher Wirkungsweise ein positiveres Nebenwirkungsprofil aufweist als die bisher in der Osteoporosetherapie eingesetzten Bisphosphonate. „Denosumab sollte meiner Meinung nach allen postmenopausalen, hormonrezeptorpositiven Brustkrebspatientinnen angeboten werden“, so Gnant. Besonders Patientinnen mit Tumoren über 2cm Größe und frühzeitigem Behandlungsbeginn sowie Frauen mit Tumoren mit besonders hoher Rezeptordichte profitieren von der zusätzlichen und praktisch nebenwirkungsfreien Gabe von Denosumab.

Fotocredit Photo by © SABCS/Todd Buchanan 2013


Beitrag veröffentlicht am 17.12.2015