St. Gallen Brustkrebskonferenz zum zweiten Mal in Wien

St. Gallen Brustkrebskonferenz zum zweiten Mal in WienMichael Gnant eröffnete

Anders als bei anderen onkologischen Großkonferenzen stehen bei diesem Meeting nicht neueste klinische Studiendaten im Vordergrund, sondern es geht darum, die aktuelle Datenlage zusammenzufassen. Am 18. März fand im Rahmen der St. Gallen Konferenz ein Experten-Panel statt, das einen Konsens zur derzeit optimalen Primärtherapie bei Brustkrebs fand.

Die St. Gallen Guidelines brachten einige Neuerungen wie, dass der Einsatz der neoadjuvanten Therapie auch auf Patientinnen mit triple-negativen und HER2-positiven Mammakarzinomen auszuweiten ist. Besprochen wurde auch, dass der chirurgische Eingriff sich an den Grenzen des geschrumpften Tumors orientieren soll – nicht an der ursprünglichen Größe. Die dritte wesentliche Empfehlung geht auf die Ergebnisse der ABCSG-Studie 18 zurück: Bei postmenopausalen Patientinnen unter Antihormontherapie als auch bei jüngeren Frauen sollte zusätzlich eine Behandlung mit Bisphosphonaten oder Denosumab erfolgen. Das reduziert das Risiko von Fernmetastasen, das Rezidivrisiko und beeinflusst die Lebensqualität der Patientinnen positiv. Osteoporose und Osteopenie können als Nebenwirkung einer Antihormontherapie vermieden werden.

Die Eröffnung der Brustkrebskonferenz und Erläuterung der Studiendaten zu ABCSG-18 finden Sie im Beitrag.


Beitrag veröffentlicht am 24.03.2017